Dinge, auf die du beim Kauf einer Solaranlage dringend achten solltest, damit ein vermeintlich günstiges Angebot nicht nach einigen Jahren zum teuren Spaß wird.
Wenn du die Anschaffung einer PV-Anlage planst, wirst du wahrscheinlich mehrere Angebote vergleichen. Die Preisspanne kann hierbei beträchtlich sein, teilweise beträgt diese mehr als 10.000 EUR für eine Anlage mit gleicher Nennleistung und ähnlicher Speicherkapazität. Doch handelt es sich bei den hochpreisigen Angeboten um Abzocke, oder ist der Preis gerechtfertigt?
Um dies zu beurteilen, solltest du darauf achten, dass die angebotenen Komponenten langlebig sind und nicht teuer nach ein paar Jahren getauscht werden müssen. Des Weiteren ist es wichtig, dass die Performance der Komponenten, wie die Leistung der Module und die Kapazität des Speichers über die vielen Jahre der Nutzung möglichst konstant bleibt. Ist dies nämlich nicht der Fall, nimmt die Stromkostenersparnis und damit die Wirtschaftlichkeit der Anlage nach einigen Jahren rapide ab und macht die Anlage zur Kostenfalle.
Seriöse Anbieter erkennst du zudem daran, dass du eine individuelle Wirtschaftlichkeitsberechnung bekommst, die genau zu deinen Bedürfnissen und zu deinem Energieverbrauch passt. Denn nicht die größte Anlage mit dem größten Speicher ist für dich die wirtschaftlichste Anlage, sondern das Konzept, welches genau zu dir passt.
Und nicht zuletzt besuchen dich gute Anlagenbauer persönlich für das Aufmaß und die Besprechung deines Angebots um alle aufkommenden Fragen zu beantworten. Wichtig ist auch der Servicefall. Wen kontaktiere ich wenn etwas mit der Anlage nicht in Ordnung ist?
Offenbar ist nicht die Anlage mit dem günstigsten Anschaffungspreis die wirtschaftlichste Anlage für dich, denn Qualität und Langlebigkeit haben ihren Preis. Aber wie erkennst du nun, welche der höherpreisigen Angebote wirklich ihr Geld wert sind?
- Module:
Achte darauf, dass deine Module einen hohen Wirkungsgrad und eine hohe Leistung pro Modul haben. So holst du aus deinem Dach das Maximum heraus. Stand der Technik ist eine Nennleistung von 485Wp pro Modul.
Achte zudem auf Langlebigkeit: Dein Modulhersteller sollte mindestens 90% der Leistung noch nach 30 Jahren garantieren. Und damit du nicht nach ein paar Jahren die Anschlusskabel tauschen musst, achte auf eine Stahlummantelung bei den Anschlusskabeln zum Schutz vor Tierbissen und Lichtbögen. - Kapazität des Batteriespeichers:
Achte hier auf maximale Wirtschaftlichkeit. Dies kannst du erreichen, indem dein Speicher über seine Lebensdauer
möglichst wenig seiner Kapazität verliert. Denn jede Kilowattstunde, die du nach ein paar Jahren nicht mehr speichern kannst, musst du aus dem Netz zukaufen. Da können in 20 Jahren mehrere Tausend Euro zusammenkommen. Schau genau darauf, welche Kapazität dein Anlagenbauer nach 10 Jahren noch garantiert. - Langlebigkeit des Speichers:
Eine wichtige Kennzahl hierfür ist die Zyklenfestigkeit. Wie viele Vollladezyklen garantiert dein Anlagenbauer? Sind es wirklich Vollladezyklen, oder sind nur einfache Teilladezyklen gemeint. - Be- und Entladeleistung des Speichers:
In günstigen Angeboten sind meistens Speicher mit geringen Be- und Entladeleistungen enthalten. Reicht diese nicht aus, wenn du mehrere Verbraucher gleichzeitig im Haushalt nutzt, kaufst du wieder teuren Strom aus dem Netz dazu. - Nutzbare Kapazität:
Achte darauf, dass die angegebene Kapazität des Speichers zu 100% nutzbar ist. Viele Anbieter geben im Kleingedruckten an, dass der Speicher nicht bis 0% entladen werden kann. - Garantiebedingungen:
Manche Anbieter haben zwar gute Garantien, knüpfen diese aber an teure Wartungsverträge. Diese kosten über die Jahre oft mehr, als der Preisunterschied zu einem etwas teureren Anbieter, bei dem die Garantien im Anschaffungspreis enthalten sind. - Garantiegeber:
Wer ist im Falle eines Defekts verantwortlich für den Ersatz Deiner Komponenten? Ist es der Anlagenbauer, oder musst du dich wohlmöglich mit mehreren unterschiedlichen Komponentenherstellern herumschlagen, wenn Du nach einer zeitraubenden Fehlersuche endlich den Fehler gefunden hast? - Achte darauf, dass möglichst alle Komponenten von einem Hersteller kommen. Dann sind diese selbst entwickelt und aufeinander abgestimmt.
- Intelligentes Heimenergie-Managementsystem:
Dieses sorgt dafür, dass deine Anlage überschüssigen Strom sinnvoll verwertet und nicht ins Netz verschenkt. Des Weiteren kann dein intelligentes HEMS deine Verbraucher netzdienlich steuern und Strom zukaufen, wenn dieser an der Börse günstig zu haben ist. Mit einem Energiemanagement-System kannst du Verbracuher einfach per APP an- und ausschalten.
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